Am Samstag, den 17.9.2016, wurden um ca. 14 Uhr insgesamt 4 Einsatzorganisationen (Wasserrettung Bischofshofen, Bergrettung Golling, FF Scheffau und RK Golling) zu einem Einsatz nach Oberscheffau a.Tgb. in die Lammerklamm gerufen. 14 Sanitäter und 3 Notfallsanitäter vom Roten Kreuz Tennengau rückten mit 5 Einsatzfahrzeugen aus. 
Übungsannahme: Ein Geländer samt einer Wandergruppe stürzte in die Lammer. 

 

Durch einen Suchtrupp der FF Scheffau wurden 5 vermissten Personen, verstreut durch die gesamte Lammerklamm, geortet.
Nun konnten wir mit den Bergungsarbeiten beginnen. Jede Einsatzstelle war geprägt von schwer bis gar nicht begehbar, auch die Funkverbindung war alles andere als optimal, denn durch die gesamte Klamm waren immer wieder Funklöcher, die einen Informationsaustausch insbesondere zwischen den einzelnen Einsatzorganisationen, oft erschweren ließen. 
Durch die Unterstützung der Organisationen Berg- und Wasserrettung konnten die darstellenden Opfer durch eine Seilfähre oder durch das Aufseilen gerettet werden. An manchen Stellen hatten wir die Möglichkeit mitanzupacken und viel Neues zu sehen bzw auszuprobieren.
 
Ab nun galt es uns, die Patienten best möglich zu versorgen. Auch ein NEF- Team war vor Ort um kritische Verletzungsmuster zu stabilisieren. Nach der Ersteinschätzung und Versorgung der Patienten, galt es nun sich der nächsten Herausforderung zu stellen. Da das Einsatzgebiet steinig, eng und durchwegs auch sehr rutschig war, mussten die jeweiligen Teams wieder mit Zusammenarbeit und Kommunikation aller anderen Organisationen einen Weg finden, den Patienten und natürlich sich selbst, sicher und möglichst schonend in die Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes zu bringen.  Lösungen wie die Schaufeltrage mit einem Seil durch den ganzen Weg zu sichern oder eine Leiter als Lift zu verwenden wurden bei den verschiedenen Einsatzstellen gefunden.  
Im warmen Auto wurden dann nochmals die Sanitätsmaßnahmen, wie Blutdruck messen, Traumacheck, Wundverband u.v.m. von uns wiederholt, geübt und gefestigt. 
Erst nach Abtransport von der Unfallstelle und Ankommen des letzten Patienten im "fiktiven" „Krankenhaus“ der FF Scheffau, konnte Übungsende gegeben werden.
 
Im Anschluss fand im Feuerwehrhaus Unterscheffau eine gesamte Nachbesprechung statt. Hier wurden nochmals wichtige Situationen angesprochen und aufgearbeitet. Danach hatten wir uns alle eine Verstärkung verdient und der Abend konnte gemeinschaftlich mit allen Organisationen gemütlich ausklingen. 
 
Großer Dank gilt allen Übungsleitern der mitwirkenden Organisationen. Durch die gute Vor- und Zusammenarbeit konnte wieder eine lehrreiche, spannende aber auch lustige Übung für alle Teilnehmer stattfinden. 
Weiter bedanken wir uns bei allen 90 freiwilligen Einsatzkräften, welche an diesem Samstagnachmittag zum Gelingen dieser Übung beigetragen haben.
 
 
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